Zusammenbruch

Er, er kämpft gegen seine Angst zur Arbeit zur gehen, gegen sich selbst. Er möchte nicht so enden, er möchte dort weiter machen, wo es ihm noch gut ging, wo er die Last von Arbeit, Familie und Selbstachtung noch tragen konnte.
Sie, sie ist durch ihre Krankheit 75 Jahre zurück in ihre Kindheit gereist. Sie versucht alles zu machen, damit wir stolz auf sie sind. Und doch merkt sie nicht, wenn sie Fehler macht, Dinge kaputt macht oder Leuten schadet. Ihre Krankheit ist anstrengend. Und doch haben wir sie so unendlich lieb. Ich erinner mich so gern an meine Kindheit. Ich konnte immer zu ihr ins Bett kriechen, mir den Rücken von ihr kraulen lassen, mit ihr Einkaufen fahren. Sie hat mich zur Schule gebracht, mich vom Kindergarten abgeholt. Sie war immer für mich da. Heute ist es genau anders herum. Sie ist auf uns angewiesen.
Sie, sie versucht uns alle so zusammen zu halten. Sie bringt so eine Kraft auf. Sie ist so bewundernswert. Und auch, wenn sie den Tag nur schafft, weil sie denkt, dass sie es schaffen muss, so bringt sie in jeden Tag ein Lächeln. Sie versucht uns alle gleichermaßen zu lieben und zu unterstützen. Sie ist mein Vorbild, meine beste Freundin und die beste Mutter die man sich wünschen kann!
Sie, sie versucht sich neu zu orientieren. Sie bringt ein Lächeln auf meine Lippen, wenn sie jeden Donnerstag durch die Tür hereinkommt. Sie bringt mich ab und zu zur Weißglut. Und doch ist sie immer für mich da.
Ich, ich versuche es allen recht zu machen. Ich versuche den Spagat zwischen Abschlussprüfung, Familie und Freunden hinzubekommen. Es klappt... ab und zu... und manchmal kommt da wieder dieser Faustschlag... Mitten ins Gesicht... Volltreffer!... ich weiß dann einfach nicht mehr wie es weiter gehen soll... Wie kann ich mich wieder aufraffen... Dort weiter machen, wo ich aufgehört habe? Wie soll das funktionieren, wenn es beim letzen mal schon schief gegangen ist? Wo sollten meine Prioritäten liegen?
Heute ist wieder einer dieser Tage an denen wir alle zusammengebrochen sind....
Vielleicht versuchen wir in den nächsten Tagen die Einzelstücke wieder zusammen zu flicken... Vielleicht...

19.11.10 13:01, kommentieren

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Bis dass der Tod uns scheidet

Du, du bist der Grund, warum ich jeden morgen die Kraft finde aufzustehen. Den Tag anzugehen und zu versuchen, das Beste daraus zu machen.
Ich wüsste nicht, wie ich die Tage bestreiten sollte, wenn ich wüsste, dass du nicht mehr an meiner Seite bist.
Dass du nicht mehr bei mir bist, auch wenn ich weit weg bin.
Dass uns unsere innere Verbundenheit nicht mehr so sehr zusammen hält, dass wir uns auch auf 1.000 km Entfernung blind verstehen.
Du bist meine Erdanziehungskraft, du holst mich runter, wenn ich wieder einmal kurz davor stehe abzuheben.
Du bist mein bester Freund, meine große Liebe und mein größter Feind, da du meine gesamten Schwächen kennst.
Du bist mein bester Weg mich auszudrücken und mitzuteilen.
Du hilfst mir dabei morgens aufzustehen und den Tag zu begleiten.
Was uns von einander trennt, was man Unterschiede nennt, das verbindet uns in vielen anderen Dingen.

Ich liebe Dich so sehr, wie ich zuvor noch nie für jemanden empfunden habe.
Die Liebe wird mit der Zeit, die wir zusammen verbringen, immer stärker. Sie ist wie ein Fluch. Jedoch ein Fluch, von der guten Fee. Unserer "Glücks-Liebes-Fee".

Und irgendwann, wenn die Zeit gereift, werde ich unter Tränen zu dir sagen: "Bis dass der Tod uns scheidet!"

 

31.7.10 13:51, kommentieren

Vom Weg abgekommen

Irgendwie ist nichts mehr so, wie es einmal war...

Wo ist meine Freude hin? Wieso kann ich mich nicht mehr daran erfreuen Abends mit netten Menschen zusammen zu sitzen...

Wieso möchte ich nur noch mit IHM zusammen sein? Werd ich etwa jetzt so, wie die Leute, über die ich mich früher immer so sehr aufgeregt habe? Die, die einfach für etwas alles stehen und liegen gelassen haben, was bis jetzt immer schnell wieder verschwunden war... Und wo man dann die Dinge nicht wiederfindet, die man liegen gelassen hat... Wieso ist es so, dass ich nur noch mit IHM zusammen sein will? Habe ich Angst vor der Zukunft? möchte ich vielleicht einfach nur diese vielen kleinen wunderschönen Momente festhalten, in denen ich einfach nur glücklich bin und von denen ich denke, dass sie viel zu schnell vorbei gehen? Habe ich Angst IHN zu schnell zu verlieren, dass er mir genauso weh tut, wie ich es getan habe? Oder ist das ganze einfach durch diese EINE Sache entstanden, die ich nie im Leben vergessen werde? Die ich mir nie verzeihen werde und an die ich immer wieder erinnert werde? Diese eine Sache, die ER mir schon längst verziehen hat? Ich glaube das Problem liegt einfach darin, dass ich es mir nicht verzeihen kann. Ich kann nicht begreifen wie unfassbar blöd ich in dem Moment war!

Versetzt man sich mal in die Lage meiner "Freunde", so kann ich es voll und ganz verstehen, dass man mich als "Kameradenschwein" bezeichnet. Einfach nichts mehr mit machen, nur noch vor sich hinvegitieren... Die Gedanken kreisen lassen, aber einfach keinen Gedanken an die Freunde verschwenden. Es ist IHR Ehrentag.. Aber ich kann einfach nicht mehr...

Seit Wochen könnte ich Tag und Nacht schlafen.. Meine Motivation ist weggelaufen.. Hatte Angst vor mir, oder hat sich einfach nicht mehr gefordert gefühlt....

 Hilfe!
Kann mich wer aus diesem Loch herausziehen?

1 Kommentar 25.5.10 17:46, kommentieren